Schneelast-Info

Nachfolgend haben wir für Sie einige interessante und hilfreiche Informationen rund um die Themen Schneelast und Schneelastzonen zusammengestellt.

 

Darüber hinaus können Sie jederzeit einen Beratungstermin vereinbaren, bei dem wir all Ihre Fragen persönlich und individuell beantworten.

Auf Wunsch beraten wir Sie auch gerne ganz bequem im Rahmen einer telefonischen Live-Onlinepräsentation.

Schneehöhe = Schneelast?

Ganz und gar nicht!

Pulverschnee ist leichter als Nassschnee und Nassschnee ist leichter als Eis. Der Grund dafür liegt im unterschiedlichen Gewicht des Schnees je nach Zustandsform. Das Schneegewicht kann deshalb unabhängig von der Schneehöhe stark variieren:

  • 10 cm frisch gefallener Pulverschnee wiegen etwa 10 kg/m²
  • 10 cm Nassschnee können bis zu 40 kg/m² wiegen
  • eine 10 cm dicke Eisschicht wiegt bis zu 90 kg/m²
  • 10 cm hoch stehendes Wasser wiegt im Vergleich 100 kg/m²

Unterschätzen Sie deshalb nie das Gewicht des Schnees auf Ihrem Dach, egal, wie hoch der Schnee liegt!

 

Quelle: "Der nächste Winter kommt bestimmt" Merkblatt der Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, Stand November 2012


Wo ist die Schneelast geregelt?

Seit Dezember 2010 gilt in Deutschland die DIN EN 1991-1-3:2010-12 "Einwirkungen auf Tragwerke - Teil 1-3: Allgemeine Einwirkungen, Schneelasten" sowie der zugehörige nationale Anhang. Die Norm ist EU-weit gültig und hat die nationale Norm DIN 1055-5 abgelöst.

Mittels der DIN EN 1991-1-3:2010-12 kann die Schneelast für jeden Standort eines Gebäudes in Abhängigkeit von der Schneelastzone und der Geländehöhe ermittelt werden. Bei der Berechnung werden auch die Dachneigung und die Dachform berücksichtigt. 

 

Stand April 2018


Schneelastzone und Schneelast ermitteln

Mit Hilfe dieses kostenlosen Online Tools können Sie die Schneelastzone und Schneelast Ihres Standorts ganz einfach ermitteln.

Bitte beachten Sie, dass die Angabe nur eine ungefähre Schätzung ist, da die aktuelle Schneelastzonen-Karte aufgrund neuer Erkenntnisse des DWD (Deutscher Wetterdienst) laufend angepasst werden muss und die Schneelast durch weitere individuelle Kenngrößen beeinflusst wird. Alle Angaben sind deshalb ohne Gewähr.


DWD Gutachten: Schneelastzonen oft zu niedrig eingestuft

Die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr teilte mit ihrem Schreiben vom 19.01.2018 mit, dass die aktuellen Schneelastzonen teilweise nicht der Wirklichkeit entsprechen.

Grundlage dieser Erkenntnis ist ein aktuelles Gutachten des DWD (Deutscher Wetterdienst), das die Schneelastmesswerte in fünf beispielhaften Landkreisen mit den Schneelastzonendaten der DIN 1055-5:2005 vergleicht.

Den bislang vorliegenden Ergebnissen ist zu entnehmen, dass die Schneelastzonen in 17 % der untersuchten Gemeinden zu niedrig eingestuft wurden!

Als erste Sicherheitsmaßnahme für alle kritischen Gebäude in den betroffenen Landkreisen empfiehlt die Oberste Baubehörde deshalb u. a. die Installation von modernen Schneelast Monitoringsystemen.

 

Quelle:

Schreiben der obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr vom 19.01.2018 

Amtliches Gutachten des DWD "Flächenhafte Analyse von Schneelastmesswerten in fünf Landkreisen und ihr Vergleich mit den Schneelastzonendaten der DIN 1055-5:2005 als Pilotuntersuchung für die Überarbeitung der Schneelastzonenkarte" vom 05.05.2017


Weiterführende Informationen zum Thema Schneelast

"Der nächste Winter kommt bestimmt"

Merkblatt der Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern

Stand November 2012

Ausführlicher Artikel zum Thema Schneelast auf Wikipedia - Die freie Enzyklopädie:

Begriffsdefinition "Schneelast" gemäß Wetterlexikon des DWD (Deutscher Wetterdienst):